Qualifikationsmodus UEFA (Europa)
Zu Beginn der Qualifikation stehen 53 Teams, die um 13 Tickets zur WM Endrunde streiten. In Europa läuft die Qualifikation im Großen und Ganzen in einer großen Runde ab. Danach stehen nur noch Relegationsspiele der besten Zweitplatzierten auf dem Programm. Je nach Weltranglistenposition verteilen sich die europäischen Teams in sechs Lostöpfe. Aus diesen Töpfen werden dann acht Sechser- und eine Fünfergruppe gelost. Die neun Gruppen-Ersten kommen automatisch in die WM Endrunde. Die acht besten Zweitplatzierten treffen in ausgelosten KO Spielen (Hin- und Rückspiel) aufeinander. Die vier siegreichen Mannschaften kommen anschließend ebenfalls zur WM Endrunde. Das heißt also, dass unter den Zweitplatzierten nur der schlechteste am Ende der Gruppenphase keine Chance mehr auf ein Ticket zur WM Endrunde hat.Werfen wir einen Blick auf den bisherigen Verlauf der Qualifikationsrunde in der UEFA (bisher wurden je drei bis vier Spiele bestritten):
Gruppe A: Schweden, Dänemark, Portugal, Albanien, Ungarn, Malta - Eigentlich würde man ja am ehesten Schweden und Portugal als Favoriten für die ersten beiden Plätze benennen. Doch überraschenderweise sieht es bislang nicht so aus. Dänemark ist Erster, Ungarn überraschend Zweiter. Erst dann kommt Portugal auf Rang drei. Schweden steht gar auf Rang fünf, denn auch die Albaner präsentieren sich bislang stärker als gedacht und belegen Rang vier. Malta ist hingegen nichts, worum man sich Gedanken machen müsste. Mit Ausnahme von Malta, sind aber alle Mannschaften punktetechnisch sehr nah beieinander, sodass man kaum etwas aus der bisherigen Konstellation deuten kann.
Gruppe B: Griechenland, Lettland, Schweiz, Moldawien, Luxemburg, Israel – In Gruppe B hingegen ist die Welt noch in Ordnung. Dort befinden sich genau jene drei Mannschaften auf den Plätzen eins bis drei, die man dort auch laut dem Papier vermuten würde. Griechenland ist Erster, es folgen Israel, Schweiz, Lettland, Luxemburg und Moldawien. Unter den derzeitige ersten dreien hat ganz sicher jeder eine realistische Chance auf direkten Einzug in die WM Endrunde.
Gruppe C: Slowakei, Tschechische Republik, Slowenien, Polen Nordirland, San Marino – Gruppe C wirkt wie das große Ostblocktreffen. Auch hier gibt es bislang wenig Überraschendes, außer dass die Slowaken mit drei Siegen Rang eins belegen und somit vor ihren tschechischen Nachbarn und den Polen stehen. Slowenien steht mit sieben Punkten auf rang vier punktgleich mit Polen und Tschechien. Nordirland und insbesondere San Marino schauen sich das Ganze von der Hinterbank an.
Gruppe D: Deutschland, Russland, Wales, Finnland, Aserbaidschan, Liechtenstein – Die gegenwärtigen Tabellenplätze entsprechen der Aufzählung der Mannschaften. Deutschland wird der Favoritenrolle bislang absolut gerecht. Die Russen spielen natürlich ebenfalls eine Rolle, wie zu erwarten war. Dahinter punktgleich mit den Russen (aber ein Spiel mehr) die Waliser, was auch nicht selbstverständlich ist. Die Finnen waren mit vier Punkten noch einigermaßen den Anschluss, Aserbaidschan und Liechtenstein sind bereits jetzt abgeschlagen.
Gruppe E: Spanien, Türkei, Belgien, Bosnien, Estland, Armenien – Auch in dieser Gruppe hat sich bislang nichts allzu Überraschendes zugetragen. Die Spanier belegen bislang einen deutlichen ersten Platz (12 Punkte aus vier Spielen). Die Türken (Platz 2) und dahinter die Belgier begegnen sich auf Augenhöhe. Bosnien könnte noch eine Rolle spielen.
Gruppe F: England, Kroatien, Ukraine, Weißrussland, Kasachstan, Andorra – Die Engländer kriegen nun nach ihrer Nichtanwesenheit bei der EM 2008 wieder die Kurve und dominieren die Gruppe bislang deutlich. Auf Rang zwei folgen die Kroaten, punktgleich dahinter die Ukraine. Auch dies ist soweit nichts allzu Überraschendes. Die anderen Mannschaften sind klare Außenseiter.
Gruppe G: Serbien, Litauen, Frankreich, Österreich, Rumänien, Färöer Inseln – Diese Gruppe überrascht bislang sehr! Serbien und Litauen stehen mit jeweils neun Punkten auf Rang eins und zwei. Die Franzosen folgen auf Rang drei mit ganzen fünf Punkten weniger! Und Österreich und insbesondere Rumänien machen es sonderbarerweise auch nicht besser. Besonders sensationell ist die bisherige Platzierung von Litauen.
Gruppe H: Italien, Irland, Bulgarien, Montenegro, Georgien, Zypern – Absolut nichts überraschendes findet man bislang in Gruppe H. Italien marschiert voraus (der Weltmeister muss sich fortan auch qualifizieren), gefolgt von den Iren. Die verbleibenden Mannschaften befinden sich schon jetzt im Hintertreffen, wobei speziell den Bulgaren noch mehr zuzutrauen ist.
Gruppe I: Niederlande, Schottland, Island, Mazedonien, Norwegen – Die Holländer dominieren diese Gruppe bislang deutlich und liegen mit fünf Punkten Führung auf Platz eins. Der Rest ist noch recht nah beieinander, wobei die Schotten und Isländer leicht hervorstechen.